Ein C-Mitarbeiter hat mal wieder zugeschlagen …


Mein Kollege, der zwei Schreibtische weiter sitzt, kauft sich einen 5er-BMW. Der Verkäufer war äußerst zuvorkommend und hat gut beraten. Sowohl das Auto als auch die Beratung hat begeistert. Allerdings nach wenigen Tagen: Die Kontrollöllampe leuchtet am Armaturenbrett auf. Der Kunde versucht den Verkäufer anzurufen. Erstaunlicherweise war dieser dann nicht mehr erreichbar und wie vom Erdboden verschluckt. Man hat den Kunden an ein Service-Team verwiesen mit der lapidaren Aussage: „Woher das kommt, können wir auch nicht sagen. Da müssen Sie vorbeikommen.“ Der Kunde nimmt zwanzig Minuten auf sich und macht sich auf den Weg in die Werkstatt. Dort angekommen verbringt der Kunde weitere zwanzig Minuten mit warten. Eine Stunde Zeitaufwand, um den Fehler an einem Fahrzeug, das nagelneu ist und 50.000 Euro gekostet hat, herauszufinden.

Was das Fass zum Überlaufen gebracht hat: Der Servicemann kam zurück und sagte zu meinem Kollegen: „Es haben nur zwei Liter Öl gefehlt. Wir haben das nachgefüllt. Wollen Sie das gleich bar bezahlen oder sollen wir eine Rechnung schreiben?“

Womit wieder einmal bewiesen wäre: A-Mitarbeiter liefern guten Service.
C-Mitarbeiter dagegen schaffen es, die besten und geduldigsten Kunden zu vertreiben. Mittlerweile fährt mein Kollege einen Audi.


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07. April 2011 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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2 Antworten zu “Ein C-Mitarbeiter hat mal wieder zugeschlagen …”

  1. Soo schlimm scheint es mit dem überall beklagten sog. „Fachkräftemangel“ doch nicht zu sein. Denn wäre es so, würden Unternehmen
    – in Größenordnungen mehr ausbilden,
    – in ähnlichen Größenordnungen mehr in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren,
    – auf eine bessere Verträglichkeit des Arbeitslebens mit den sonstigen Verpflichtungen der Mitarbeiter achten,
    – mehr auf eigene Mitarbeiter und weniger auf Leiharbeiter und Externe setzen,
    – eine insgesamt mehr auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgelegte Personalpolitik betreiben.

    Außerdem würden wir satte Knappheitszuschläge in den Löhnen, Gehältern und Tarifverträgen sehen.

    Ist das so?

    Nein!

    Daher dürfte das Thema „Fachkräftemangel“ nur ein PR-Hype der Konzerne sein, die auf diese Weise für sie günstigere rechtliche Rahmenbedingungen und dickere Subventionspakete herbeischwindeln wollen.

  2. Es gibt Orte wo C`s erst so richtigen Schaden anrichten und Voraussetzungen, wie sie überhaupt dahinkommen können. Auch in der Personalpolitik vieler Unternehmen gibt es einen Unterschied zwischen kleinen und großen Fehlleistungen. Letztere werden in diesem Spiegel-Artikel gut dargestellt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,688162,00.html

    Interessant auch die gut 500 Kommentare mit Vorschlägen, wie mit solchen personellen Griffen in die sanitären Anlagen umgegangen werden sollte.

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