Mitarbeiterbindung: Wie echte Motivation ans Unternehmen bindet


Als junger Unternehmer hatte ich von Mitarbeiterbindung keine Ahnung. Ich hatte gerade die Firma meines Vaters übernommen und zu dieser Thematik gleich einschlägige Erfahrungen gemacht, die mein Denken und Handeln, aber vor allem den Umgang mit meinen Mitarbeitern vollkommen verändert hat.

 

Damals bin ich bei einer Stadterledigung auf einen Mitarbeiter von uns gestoßen. Von der Ferne habe ich ihn schon in einem Gespräch mit einem anderen Herrn gesehen. Als ich mich näherte hörte ich nur einen Satz: „Was? Du arbeitest beim Knoblauch? Die behandeln doch ihre Maschinen besser als ihre Mitarbeiter!“

 

Dieser Satz traf mich so hart, dass ich direkt in die Firma zurück bin und meine Kollegen aus der Geschäftsleitung gefragt habe, ob sie wissen, wie man in der Stadt über uns redet. Und sie wussten es!

 

Noch am selben Tag habe ich die gesamte Belegschaft zusammengetrommelt und das Thema angesprochen. Ich habe alle Mitarbeiter gebeten, Ideen aufzuschreiben, was die Geschäftsleitung für ihre Wertschätzung tun könnte. Von Gehaltserhöhung über Vergünstigungen beim Essen oder bei Getränken bis hin zu Lob war alles dabei.

 

Viele Dinge haben wir direkt umgesetzt, andere kamen mit der Zeit dazu. Über die Jahre hinweg ist daraus unser Motivationskonzept „Die 33 Rosen“ entstanden.

 

Freiräume motivieren zu mehr Engagement
Grundsätzlich ist zu bemerken, dass jeder Mitarbeiter über eine intrinsische Motivation verfügt. Diese Motivation kann von außen stark beeinträchtigt werden. Ein Beispiel einer solchen Beeinträchtigung ist nicht genügend eingeräumter Freiraum durch den Vorgesetzten und somit keinerlei Möglichkeit zur Entfaltung der eigenen Fähigkeiten. Diese eingeschränkten Mitarbeiter „können“ und „wollen“, aber sie „dürfen“ nicht! Wer aber nicht darf, verliert schnell den Anreiz, dem Unternehmen treu zu bleiben und sucht sich früher oder später einen neuen Job, in dem er eben dies „darf“. An diesem Punkt ist es vorbei mit der Mitarbeiterbindung!

 

Nach dieser schmerzlichen Erfahrung habe ich das genannte Konzept „Die 33 Rosen“ entwickelt. Es besteht aus 7 Stufen:

 

1. Mitwissen
Die Mitarbeiter müssen über alles informiert werden, was ihre Arbeit angeht. Wer Mitarbeiterbindung in seinem Unternehmen großschreibt, informiert regelmäßig über alles, was im Unternehmen vor sich geht. Geeignete Wege dafür sind beispielsweise Mitarbeiterbroschüren mit umfassenden Informationen, eine monatliche Mitarbeiterzeitung, Kontaktabende, eine Politik der offenen Tür und eine gut durchdachte Integration neuer Mitarbeiter – also Mitarbeiterbindung von Anfang an.

2. Mitdenken
Die logische Folge einer konsequenten Informationspolitik ist, dass Mitarbeiter „mitdenken”. Sie machen sich plötzlich Gedanken über Produktivität, Rüstzeiten oder die Krankheitsquote. Mitarbeiterbindung bringt man also auch durch Mitarbeiter-Miteinbeziehung und ein ausgeprägtes Verbesserungs- und Vorschlagswesen voran.

3. Mitlernen
Mitarbeiterbindung entsteht auch, wenn jeder „Mitlernen” darf. Fehler werden dabei nicht bestraft, sondern bewusst Situationen zum Loben gefunden. Der Teamgedanke zieht ins Unternehmen ein. Es soll eine Unternehmenskultur geschaffen werden, in der es regelmäßig Unterricht von und für Mitarbeiter gibt. Dieser stetige Wissenserwerb führt ebenso zu Mitarbeiterbindung.

4. Mitverantworten
Wer ausreichend informiert ist, mitdenkt und mitlernt, ist auch in der Lage, Verantwortung zu übernehmen. Der Mitarbeiter ist damit derjenige, der die Tore schießt. Er ist für den Erfolg verantwortlich. Der Vorgesetzte wird zum Unterstützer und hilft seinen Mitarbeitern, ihre Stärken zu finden und ihr Potenzial zu entwickeln, um anschließend die Früchte zu ernten. So bekommt jeder seinen Teil an der Verantwortung am Unternehmen.

5. Mitgenießen
Wenn der Mitarbeiter derjenige ist, der den Erfolg schafft, dann soll er auch am Unternehmen beteiligt werden, mit dem er sich identifiziert. Mitgenießen können die Mitarbeiter durch kostenlose Getränke und frisches Obst, durch den Besuch eines Fitnesscenters gegen eine kleine Eigenbeteiligung oder durch Gehaltsanbindung an Ziele.

6. Mitbesitzen
Bei der Mitarbeiterbindung steht zwar Geld nicht im Vordergrund, spielt aber dennoch eine wichtige Rolle. Immaterielle Aspekte wie Vertrauen, Information und Eigenständigkeit, sind die Voraussetzung für materielle Beteiligung. Diese Erfolgsbeteiligung kann in Form von monatlichen Anteilen am Gewinn, kleinen Geschenken oder gar einer Kapitalbeteiligung erfolgen. Wer sein Kapital im Unternehmen einbringt, ist ganz anders motiviert und möchte das Unternehmen entsprechend voranbringen.

7. Mit Werten unterwegs
Die höchste Form der Mitarbeiterbindung ist dann erreicht, wenn der Mitarbeiter durch die neue Eigenverantwortung und die damit verbundene Freude an der Arbeit Erfüllung und Wertschätzung findet. Dann verwirklicht sich der Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz. Wir alle streben nach Sinnhaftigkeit im Leben. Wenn diese am Arbeitsplatz gefunden wird, umso besser für alle Beteiligten. Das Unternehmen floriert, die Mitarbeiter sind zufrieden, gesund und dementsprechend auch in ihrem Privatleben glücklicher.

Mitarbeiterbindung und echte Motivation
Das ist unser 7-Stufen-Modell zu echter Mitarbeiterbindung.

Fazit
Menschen lassen sich sicherlich nicht auf Knopfdruck zu höherem Engagement bewegen! Als Unternehmer können Sie aber bewusst einige Weichen stellen, um die Mitarbeiterbindung voranzubringen.

Starten Sie jetzt – erhöhen Sie die Mitarbeiterbindung, indem Sie eine Atmosphäre schaffen, in der sich Ihre Mitarbeiter gerne für Ihre Firma und die gemeinsamen Ziele einsetzen!

 

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11. August 2016 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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