Deutschland – attraktiver Arbeitgeber?


Falsch! Ausländer halten Deutschland für nur mäßig attraktiv.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer hat die Zahlen schwarz auf weiß. 47 Auslandshandelskammern wurden befragt. Der Umfrage zufolge tut Deutschland zu wenig, um ausländische qualifizierte Zuwanderer anzulocken. Die „Willkommenskultur“ Deutschlands muss nachhaltig verbessert werden. Polen sind halt nicht nur Spargelstecher und Baugehilfen. Wenn sich Polen über dies ihnen anhaftende Image beschweren, dann haben wir etwas falsch gemacht. Auf einer Skala von eins („attraktiv“) bis fünf („unattraktiv“) liegen wir bei einem Wert von 2,8. Kein Wunder, dass ausländische Fachkräfte und Studenten bei uns nicht Schlange stehen, um ihre Fähigkeiten in Deutschland einzubringen.

Was Länder wie die Schweiz oder Neuseeland bestens beherrschen, nämlich die Anwerbung hochqualifizierter Ausländer, ist in Deutschland noch nicht verbreitet. Wir beklagen den Braindrain, tun aber reichlich wenig, um gegenzusteuern.

Mein persönliches Fazit: Kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland sind hochattraktive Arbeitgeber. Lassen Sie uns weiterhin auf die Politik Einfluss nehmen!

Nun bleibt die Frage: Was mache ich – und möglicherweise auch Sie – um für ausländische Fachkräfte attraktiv zu sein?


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09. Februar 2012 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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Eine Antwort zu “Deutschland – attraktiver Arbeitgeber?”

  1. Kein Wunder – die Anwerbeabkommen der Wirtschaftswunderwohlstandszeit waren stets ein Projekt der politischen und ökonomischen Eliten, um billige und willige Arbeitskräfte zu bekommen, nachdem der kurz zuvor verlorene Krieg deren Reihen merklich ausgedünnt hatte. Keine Regierung hat sich dafür ein OK beim Volk abgeholt. Mit Integrationsaufwänden hat man nicht gerechnet, da man davon ausging die Leute nach 5-10 Jahren problemlos heimschicken zu können.

    Die Regierungen etlicher Schwellenländer erkannten diesen Umstand und nutzten die Anwerbeabkommen mit Deutschland zur „Entsorgung“ von Bevölkerungsteilen ohne nennenswerte Fähigkeiten, die als hemmend für die eigene wirtschaftliche und soziale Entwicklung angesehen wurden.

    Mehrere Generationen später zeigt sich zunehmend, wie tief man damals in die Latrinen gegriffen hat. Und natürlich fühlen sich weder Politiker noch Wirtschaftsleute und schon gar nicht das Volk verantwortlich für die Folgen der Fehler der Altvorderen. Daher die Skepsis gegenüber der ungesteuerten Zuwanderung ausländischer Unterschichten in die Sozialsysteme.

    In allen „klassischen“ Einwanderungsländern gibt es eine politische Steuerung der Zuwanderung. Man muss etwas arbeitsmarktrelevantes können, die Landessprache beherrschen und Geld für die ersten Monate mitbringen – dann ist die Einwanderung in den meisten Einwanderungsländern nur noch ein Verwaltungsakt.

    Bei uns fehlt das alles. Seit Jahrzehnten. Und es ist nicht absehbar, dass sich da was dran ändert.

    Warum also sollte das Volk seine Skepsis aufgeben, nur weil man in den HR-Abteilungen vieler Firmen das Thema demografischer Wandel trotz jahrzehntelanger Thematisierung in den Medien verschnarcht hat? Und jetzt wieder nach Zuwanderung ruft, anstatt mit dem klar zu kommen, was da ist.

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