Love it, change it or leave it


Üblicherweise halten Top-Unternehmen nach Top-Führungskräften Ausschau. Offensichtlich gibt es aber auch Ausnahmen. Ein Leser meines Buches „Die Personalfalle“ schrieb mir folgendes: „Ich verstehe mich als A-Mitarbeiter und habe mit Begeisterung Ihr neues Buch ‚Die Personalfalle’ gelesen. Mein Chef hält von der Spreizung in A, B und C sehr wenig und sucht deshalb auch nicht gezielt nach A-Mitarbeitern. Wie kann ich meinen Chef von diesem Konzept und natürlich auch von meiner Qualität überzeugen?“ Diese Frage hat mich beeindruckt – ein Mitarbeiter versucht seinen Vorgesetzten die dramatische Spreizung um A-, B- und C-Mitarbeiter zu erklären.

Ich habe ihm folgendes geantwortet: Reden Sie einfach mal mit Ihrem Chef. Falls Sie dies schon getan haben, versuchen Sie es noch ein zweites Mal. Es gilt der Grundsatz: „Love it, change it or leave it.” Wenn es Ihnen nicht gelingt, die Situation zu akzeptieren (love it) oder die Situation zu verändern (change it), dann ist es so weit: leave it. A-Mitarbeiter zieht es dorthin, wo andere A-Mitarbeiter sind. Diese Mitarbeiter wollen gewinnen, sie wollen bestimmte Werte leben und auch eine bestimmte Führungskultur haben. Es gibt Firmen mit A-Kultur und es werden täglich mehr. Was würden Sie A-Mitarbeiter raten?


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06. Januar 2011 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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3 Antworten zu “Love it, change it or leave it”

  1. Das A-Gespräch mit dem Chef sehr gut vorbereiten und die Vor- und Nachteile klar aufzeigen und bewerten. Anbieten das für die Firma umzusetzen und die Kompetenzen vom Chef einfordern und im positiven Fall konsequent handeln. Klar sagen, wenn das nicht gelingt “ich gehe”.

  2. Ich sehe das differenzierter:
    Fall A: wenn die „Ablehnung von A-B-C durch den Chef“ das einzige Problem ist in der Firma (oder wegen geographischen, familiären, oder sonstigen einschränkungen kein Wechsel möglich ist), dann wieso nicht einfach selber anfangen im eigenen Einflussbereich mit dieser Thematik zu arbeiten und dann nach einigen Monaten dann mit Fakten und Ergebnissen mit dem Chef sprechen.

    Fall B: wenn es sonst noch allerlei Probleme gibt durch den Führungsstil im Unternehmen (weil leider die ABC Ablehnung oft nur ein Aspekt von vielen Problemen ist) dann wie Prof Knoblauch und Hans Clemm schreiben vorgehen.

    egal wie: die eigene Freude an der Arbeit nicht vermiesen lassen und nach Lösungen suchen
    d.

  3. Auf den ersten Blick ist die Formel „love it – change it – or leave it“ verlockend griffig und einsichtig. Auf den zweiten Blick fehlen mir da Verhaltensmuster wie Treue und Verlässlichkeit. Insofern finde ich den Kommentar von Donat sehr bedenkenswert.

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