Entwickeln Sie Ihre Mitarbeiter durch gezielte Gespräche


Viele Unternehmer seufzen: „Wenn wir doch nur mehr Mitarbeiter hätten, die das Unternehmen voranbringen!“

Es gibt hauptsächlich zwei Möglichkeiten, exzellente Mitarbeiter zu bekommen:

1. Sie werden von außen eingekauft (oft für viel Geld)

2. Bestehende Mitarbeiter mit Potenzial werden zielgerichtet entwickelt

Lösung 2 hört sich einfach an, ist es in der Praxis aber oft gar nicht. Deshalb möchte ich Ihnen heute einige Tipps mit auf den Weg geben, die sich in meinem Unternehmen bewährt haben:

Tipp 1   In Mitarbeiterentwicklung zu investieren ist zeitaufwendig und geht langsamer, als wir in der Regel ahnen. 2 bis 4 Jahre sind ein guter Zeitraum, um Ergebnisse zu erhalten. Deshalb ist es wichtig, klar vor Augen zu haben, in welche Richtung sich der Mitarbeiter entwickeln soll.

Tipp 2   Eines der häufigsten Missverständnisse auf Seiten des Mitarbeiters ist, dass diese Gespräche für Gehalts- und Nachverhandlungen genutzt werden. Umgekehrt liegt beim Chef oft das Missverständnis, dass er hier eine Möglichkeit sieht, Kritik zu üben oder zusätzliche Aufgaben zu verteilen.

Tipp 3   Aus meiner Erfahrung heraus können Sie nicht mehr als maximal 12 Mitarbeiter persönlich über längere Zeit begleiten. Es macht deshalb durchaus Sinn, das Ganze kaskadenförmig von oben nach unten durchzuführen. Sie reden mit Ihren engsten Mitarbeitern, diese wiederum reden mit deren zugeordneten Mitarbeitern.

Tipp 4   Machen Sie sich in der Vorbereitung Gedanken zu folgenden Fragen:

– Weitermachen: In welchen Bereichen hat sich der Mitarbeiter bewährt und soll sie deshalb weiterführen?

– Anfangen: Welche Aufgaben sollen neu angepackt werden?

– Aufhören: Welche Verhaltensweisen/Tätigkeiten sind störend und sollen vom Mitarbeiter in Zukunft unterlassen werden?

Wichtig ist, dass Mitarbeitergespräche kein Monolog sind. Bringen Sie die Offenheit für ein ehrliches und ergebnisorientiertes Gespräch mit.

Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Können Sie die Kniffe der Mitarbeitergespräche ergänzen?

 


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04. November 2013 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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2 Antworten zu “Entwickeln Sie Ihre Mitarbeiter durch gezielte Gespräche”

  1. Für ein effektives Mitarbeitergespräch (das die Firma voranbringt)ist die Vorbereitung entscheidend. Folgende Punkte sollten in Vorbereitung des Gesprächs geklärt werden:
    1. Analyse der aktuellen Situation und der Anforderungen.
    2. Einschätzung der Mitarbeiter (Qualifikation, Stärken, Sozialverhalten).
    3. Abgleich zwischen Bestand und Anforderungen.
    4. Sind die Mitarbeiter schon optimal eingesetzt?

    Nach Klärung dieser Fragen kann aus meiner Sicht erst ein gezieltes und effektives Mitarbeitergespräch geführt werden.

  2. Zu den Punkten 2 und 4.
    Zu Punkt 2:
    Wenn es zu solchen Mißverständnissen kommt, dann ist offensichtlich beiden Parteien nicht klar, wozu ein Mitarbeitergespräch dienen soll.
    Ein Formblatt mit einer Richtlinie für das Gespräch wäre hilfreich. Am besten verfasst mit Mitarbeitern, Mitarbeitervertretern und den Arbeitgebern. Zweck, Inhalt und Ziele müssen klar benannt werden.
    Dann müssten die Chefs und die Mitarbeiter geschult werden, wie Gespräche auf Augenhöhe wünschenswerter Weise ablaufen.
    Und im Vorfeld muss klar sein, welche Themen zur Sprache kommen werden. Der Chef und der Mitarbeiter legen zu Beginn die Themen fest.
    Der Mitarbeiter muss die Möglichkeit haben, auch vorbereitet ins Gespräch gehen.
    Viele Mitarbeiter haben viel zu viel Angst, als daß ein druckfreis Gespräch entstehen könnte.

    Der Unterschied zwischen einem Gespräch und einer Dienstanweisung sollte klar erkennbar sein. Sonst treffen 2 Bereiche undifferenziert aufeinander.

    Zu Punkt 4:
    Lob. Loben ist heikel. Lob ist ein schwieriger Aspekt in einem Mitarbeitergespräch. Lob ist wichtig, kann aber in falsche Richtung gehen. Vor allem dann, wenn das Lob eine raffinierte Kritik ist, wenn damit andere Kollegen in ein schlechtes Licht gerückt werden, wenn das Lob zu Konkurrenzzwecken missbraucht wird, wenn ein Mitarbeiter ein Lob verstanden hat und es aus dem Gespräch in die Kollegenschaft transportiert. Dann kann Unruhe und Mißgunst und Unverständnis vorprogrammiert sein.

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