Hartz-IV-Empfänger – auch die Spezialisten tun sich schwer


Ein Trainerkollege hat sich auf die Schulung von Hartz-IV-Empfängern spezialisiert. Er schult an 220 Tagen im Jahr. Er ist ein Mann mit extrem viel Energie und gibt alles. Das Ziel ist die Wiedereingliederung in einen normalen Job.

Was vermuten Sie, bei wie viel Prozent gelingt es, die Wiedereingliederung zu schaffen? Ich beobachte diese wertvolle Arbeit aus der Entfernung und muss sagen, mein Kollege macht wirklich eine hervorragende Arbeit, besser als ich das je könnte. Er widmet sich jedem Einzelnen, er findet für jeden ein anerkennendes Wort, er kann Menschen aufbauen und zu echter Größe führen.

Nun, die Bilanz ist mehr als bescheiden. Wir reden von 10 Prozent die wieder vermittelbar sind. Was ist mit den anderen 90 Prozent? Nun, die brauchen eine Therapie, falls überhaupt noch etwas hilft.

Diese Geschichte zeigt: Nicht nur wir Unternehmer tun uns schwer, sondern auch die Spezialisten.


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25. Februar 2010 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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3 Antworten zu “Hartz-IV-Empfänger – auch die Spezialisten tun sich schwer”

  1. Zitat: „Was ist mit den anderen 90 Prozent? Nun, die brauchen eine Therapie, falls überhaupt noch etwas hilft.“

    Bei allem Respekt für Ihre Arbeit. Aber wie kommen Sie darauf, dass HartzIV Empfänger, die es nicht schaffen einen neuen Job zu bekommen, eine Therapie benötigen?

    Nicht jeder der arbeiten möchte, bekommt auch Arbeit. Wer nach 20 Jahren in einem Betrieb und einem Alter >50 gekündigt wird, hat es schwer eine neue Arbeit zu finden.

  2. Sehr geehrter Herr Knoblauch,

    da zitieren Sie in Ihrem Blog mehrfach die Bibel und haben doch nicht verstanden, worauf es ankommt? Dieser Artikel ist gespickt mit Plattitüden und war wohl eher dem Termin einer Veröffentlichung als einem qualifizierten Beitrag geschuldet. Selbst Unternehmensberater und mit mehreren christlichen Unternehmern engagiert, Langzeitarbeitslose wieder in eine geregelte Arbeit zu bringen, habe ich ganz andere Erfahrungen gesammelt und erlebe Menschen, die voller Engagement und froh sind wieder arbeiten zu können.
    Ich empfehle Ihnen zwar keine Therapie aber vielleicht ein intensiveres Bibel lesen. Vielleicht erleben Sie ja die Gnade, diesen Artikel noch einmal aus dem Geist der Bibel zu schreiben und das tatsächlich zu leben, was SIe versuchen als Gods Company zu proklamieren.

  3. Vollbeschäftigung, Arbeit für alles usw. sind Visionen der Low-Tech-Industriegesellschaft, die mit den Realitäten des 21. Jahrhunderts immer weniger zu tun haben. Wir werden zunehmend damit klarkommen müssen, dass es schlicht nicht genug bezahlte Arbeit für alle gibt. Jährlich ca. 3-5% Produktivitätswachstum sorgen ohnehin für ein kontinuierliches Schwinden an Arbeitsplätzen.

    Doc wo soll für die breite Masse und die „gesellschaftliche Mitte“ das Einkommen der Zukunft herkommen, wenn immer mehr Menschen immer weniger haben, das sie ausgeben können?

    Grundeinkommen? Ownership Society (in den USA grandios gescheitert)? Staatsfonds, die Dividenden an die Bürger auszahlen? … ???

    Ich glaube, von der Beantwortung dieser Frage wird abhängen, ob wir auch in Zukunft Frieden und Wohlstand haben werden. Denn wenn das Volk um seine Existenz kämpfen muss (derzeit in Nordafrika zu beobachten), finden sich die Köpfe der Herrscher und Eliten rasch auf Spießen vor den Stadttoren wieder. Und so mancher scheinbar talentloser Hartzer ist vielleicht ein guter Schütze, der lediglich noch nie eine AK-47 in der Hand und Feinde im Visier hatte und daher noch nicht weiß, wofür er taugt…

    Frieden ist ein sehr fragiles Konstrukt. In einer Wirtschaft, die allen das Kämpfen lehrt, dürfte er auf Dauer eher die Ausnahme als die Regel darstellen.

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