ABC-Mitarbeiter – Was Unternehmer von Steve Jobs/Apple lernen können


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Heute, vor einem Jahr verstarb der legendäre Apple-Gründer Steve Jobs. Apple-Produkte erfreuen sich einer so großen Beliebtheit, dass die Kunden bei Erscheinen eines neuen Produkts, vor den Apple-Stores campieren, um die ersten Käufer bei Ladenöffnung zu sein. Der Erfolg des Apple-Gründers Steve Jobs hat einen Namen: ABC-Mitarbeiter. Er stellte stets nur A-Mitarbeiter ein. Aus dem – noch zu Lebzeiten erschienen Buch „Steve Jobs – iLeadership: Mit Charisma und Coolness an die Spitze“ haben wir für Sie die besten Tipps seines Personalmanagements zusammengestellt:

10 Tipps um die besten Mitarbeiter zu finden (Recruiting)

1. „Eines der Kernprinzipien von Steve Jobs war stets, nur die besten einzustellen – die ‚A-Leute’, wie er sie nennt. Sein Motto war stets: „Sobald du jemanden aus der B-Kategorie einstellst, fängt der an, andere Bs und Cs ins Boot zu holen.“

2. Zur Kategorie A-Mitarbeiter konnte so ziemlich jeder gehören, so lange er nur genug Talent hat. Hierzu gehörten auch Studenten, die noch auf der Highschool waren.

3. Stellen Sie auch Menschen aus fremden Branchen ein, wenn diese Ihr Produkt/Ihr Team entscheidend weiterbringen können. Bei Apple stellte man nach Jahren das erste Mal jemand technologiefremden aus dem Bankwesen ein, weil diese Dame sich so hartnäckig bewarb, bis man ihr zuhörte. Sie erklärte dann, wie ein bestimmtes Apple-Produkt für jeden Banker interessant sein könnte und erschloss somit neue Zielgruppen.

4. Machen Sie als Chef herausragenden Talenten den Hof. Steve Jobs umwarb (als seine Firma noch unbekannt war) einige Talente mit einer dramatischen, spannenden Geschichte, was für eine Bedeutung sein Unternehmen in der Zukunft haben würde und welchen Anteil das Talent daran haben könnte.

5. Steve Jobs suchte Mitarbeiter, die den Mut hatten, anders und unkonventionell zu sein und Grenzen zu überschreiten.

6. Steve Jobs versuchte stets, die größten Talente für eine Sache ausfindig zu machen, um sie dann, wenn nur irgendwie möglich, anzuheuern.

7. Der Lebenslauf eines potenziellen Mitarbeiters hatte nur wenig Bedeutung. Viel wichtiger waren bisherige Arbeitsergebnisse, Empfehlungen anderer Mitarbeiter, Enthusiasmus für das Produkt und ein klares Statement, was der Bewerber zum Team beisteuern kann.

8. Stellen Sie sicher, dass Ihre Einstellungskriterien in der ganzen Organisation angewandt werden. Legen Sie gemeinsam die Werte Ihres Unternehmens fest. Nur Mitarbeiter, die zu diesen Werten stehen, werden eingestellt. Wenn externe Personalberater mitarbeiten, dann ist es deren oberste Pflicht, sich ebenfalls daran zu halten. Apple arbeitete lange und intensiv an einem Schriftstück zu den „Werten von Apple“.

9. Locken Sie Talente mit Ihren außergewöhnlichen Produkten, Ihrer außergewöhnlichen Unternehmenskultur etc.

10. Das Beste daran, gute Leute zu finden, ist, dass diese Mitarbeiter Ihre besten Personalvermittler werden. Sie sind die Mitarbeiter, bei denen es am wahrscheinlichsten ist, dass sie andere kennen, die dieselben Werte und denselben Stil haben, den auch Sie selbst haben. Dies kann auch durch ein finanzielles Anreiz-System zusätzlich gefördert werden.

10 Tipps, um die besten Mitarbeiter zu halten

1. Wenn Steve Jobs einmal gute Leute gefunden hat, dann tat er alles in seiner Macht stehende, um sie zu halten.

2. Schaffen Sie kleine, produktorientierte Teams. Steve Jobs ließ damals die „Mac-Gruppe“ nie größer als 100 Mitarbeiter werden. Sie war ein Start-Up -Unternehmen innerhalb des großen Apple-Konzerns. Zwei seiner Erklärungen hierzu: Es ist schwer, sich mehr als die Namen von 100 Mitarbeitern zu merken. Und: Eine kleine Organisation ist sehr viel schneller in der Kommunikation und im Fluss der Ideen.

3. Er gab den Mitarbeitern das Gefühl, eine Schlüsselrolle bei der Erschaffung von etwas wirklich Revolutionärem zu spielen (lange bevor dieses in der Realität sichtbar ist).

4. Ein Motto/eine Parole, die hilft, ein Team zu formen, das zusammenhält, ein Team aus Leuten, die eine Verbindung miteinander eingehen und sich aufeinander verlassen.

5. Betriebsausflüge (auch mehrtägig), die den Menschen das Gefühl geben, dazuzugehören und „in einem Boot zu sitzen“.

6. Hingabe zum Produkt und zum Team äußert sich auch in zeitlichem Engagement. Sechzehn Stunden pro Tag? Das ganze Wochenende? Wenn man wirklich daran glaubt, den Kurs einer Industrie und möglicherweise der Geschichte zu verändern, dann arbeitet man einfach unglaublich viel. Man gibt sein restliches Leben für die Dauer des Projekts auf und hält sich dabei für einen Auserwählten und Privilegierten.

Als Unternehmer ist das selbstverständlich. Das Geheimnis liegt darin, die eigenen Mitarbeiter hierbei mit einzubinden. Steve Jobs soll dazu gesagt haben: „Ich weiß, dass sie sich über mich beschweren, aber im Rückblick werden sie das als eine der besten Zeiten ihres Lebens sehen. Sie wissen es nur noch nicht. Dafür weiß ich es. Das ist einfach spitze.“

7. Steve Jobs war ein großer Befürworter der Entwicklung des Apple Sabbaticals. Wenn ein Mitarbeiter sein fünftes Jahr im Unternehmen hinter sich gebracht hatte, bekam er einen Monat frei – bei vollem Gehalt. Das Sabbatical war dazu gedacht, das eigene kreative Denken wiederzubeleben.

8. Feiern Sie das Erreichen auch von kleinen Meilensteinen im Team. Das Mac-Team hatte immer einen Vorrat an Champagnerflaschen gebunkert. Boni oder kleine finanzielle Anerkennungen verteilte Steve persönlich, auch später an Fabrikarbeiter in der Produktion. Oft war diese persönliche Anerkennung wichtiger für den Mitarbeiter als der finanzielle Wert.

9. Jeder Neuling im Team wird von einem erfahrenen Mitarbeiter „unter die Fittiche“ genommen, um schnell Teil des Teams zu werden.

10. Steve Jobs hatte eine große Wertschätzung für seine Mitarbeiter. Er ließ seine Leute wissen, dass all seine großen Taten nur durch sie zustande kommen. Er sagte einmal: „Künstler signieren ihre Arbeit.“ Auf die Innenseite der Gehäuse der ersten Macs (1982) kamen die Unterschriften der Mitglieder des Entwicklerteams. Die Käufer bekamen die Unterschriften nicht zu sehen. Doch die Entwickler wussten, dass ihre Namen dort standen und das bedeutete ihnen viel. Es gibt ihnen die Genugtuung, Anteil an der Schöpfung eines großartigen Produkts gehabt zu haben.

Quelle und Originalzitate aus dem Buch „Steve Jobs – iLeadership: Mit Charisma und Coolness an die Spitze“. Autoren: Jay Elliot, William L. Simon. Seiten 54-104

 


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05. Oktober 2012 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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