Abstieg ins Mittelmaß


„Mittelmaß gewinnt nie. Es hat nie gewonnen, und es wird nie gewinnen.“
(Hermann Scherer)

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben: Deutschland versinkt im Mittelmaß! Mittelmäßige Unternehmen liefern mittelmäßige Produkte und Dienstleistungen und landen im weltweiten Wettbewerb immer weiter hinten/unten. Das führt konsequenterweise zu dem Hilferuf der wenigen A-Mitarbeiter: „Ich bin ein A, holt mich hier raus!“ Dieser Ruf findet mehr und mehr Gehör.

Brain Drain
„Brain Drain“ nennt man auf Neu-Deutsch den wortwörtlichen Abfluss an Know-how aus einer Volkswirtschaft. Die talentiertesten High Potentials verlassen zunehmend unser mittelmäßiges Land und suchen ihr Glück beispielsweise in den USA, in Neuseeland, China, Dubai, Kanada, Schweiz usw. In den allermeisten Fällen werden sie dort auch fündig und kehren danach selten wieder zurück. Um dem entgegenzuwirken, könnte man nun seinerseits Fachkräfte aus anderen Ländern zu uns nach Deutschland holen („Brain Gain“). Die jüngste Vergangenheit hat aber gezeigt, dass es Deutschland nicht gelingt, beispielsweise junge Ingenieure oder Informatiker aus Indien hierher zu locken. Wie kommt es aber, dass Deutschland als Standort offensichtlich nicht (mehr) attraktiv genug ist?

In Deutschland werden „Underperformers“ geschützt
Ein Grund ist sicherlich, dass „Underperformers“ in Deutschland regelrecht geschützt und kultiviert werden. Die Begegnung mit einem Taxifahrer, den ich vor einigen Wochen bei meinem letzten Aufenthalt in Dubai traf, soll dies veranschaulichen: Er fragte mich, ob ich aus Deutschland kommen würde. Ich sagte: „Ja“, woraufhin er mir erzählte, dass er „ziemlich viel“ über Deutschland wüsste. „Deutschland …“, sagte er, „… ist doch das Land, in dem man nicht arbeiten muss, und trotzdem ein gutes Leben führen kann!“ In dieser Situation habe ich mich für mein Land geschämt und musste dem Taxifahrer Recht geben.
Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, sagte kürzlich: „Aus dem weltweiten Wettbewerb um die klügsten Köpfe und tüchtigsten Unternehmer haben wir uns durch eine bornierte Ausländerpolitik verabschiedet, die de facto allenfalls den Zuzug ins Sozialamt erlaubt und die Tüchtigen vergrault.“

Fazit
Vor kurzem konfrontierte mich ein Unternehmer aus Tübingen (einer süddeutschen Stadt) mit folgender Aussage: „Ich brauche gar keine A-Mitarbeiter! Mir reicht es vollkommen, wenn meine Mitarbeiter pünktlich kommen und pünktlich gehen!“
Bei dieser Aussage stellen sich mir die Nackenhaare auf! Hier gibt man sich mit Mittelmaß zufrieden. Das muss langfristig in den Ruin führen! Von daher meine Bitte an Sie: Bekämpfen Sie die tolerierte Mittelmäßigkeit in Ihrem Unternehmen!


Gefällt Ihnen dieser Beitrag?

Jetzt hier eintragen und Sie werden keinen Blogbeitrag mehr verpassen.
Als Dankeschön erhalten Sie mein einzigartiges Geschenke-Paket.




26. Januar 2010 - Verfasst von Jörg Knoblauch

Das könnte Sie auch interessieren … Teilen Sie diesen Beitrag …

Jetzt Kommentar abgeben:

2 Antworten zu “Abstieg ins Mittelmaß”

  1. Sie (Hr Knoblauch) schreiben: „Falls Sie es noch nicht bemerkt haben: Deutschland versinkt im Mittelmaß! Mittelmäßige Unternehmen liefern mittelmäßige Produkte und Dienstleistungen und landen im weltweiten Wettbewerb immer weiter hinten/unten. “ Könnte das nicht die Folge von Geiz ist Geil sein?

  2. Wirklich nur Mittelmaß? Manchmal denke ich, es ist noch schlechter. Es fehlt irgendwie die Dynamik einer Zukunft, eines Ziels. Es dümpelt irgendwie alles nur so hin. Das drückt sich irgendwie auch im Lebensstil vieler Menschen aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *