Mitarbeiter bewerten ihre Chefs


Ja, Sie haben richtig gelesen. Heute geht es nicht darum, dass Chefs ihre Mitarbeiter bewerten, sondern umgekehrt: Mitarbeiter bewerten ihre Chefs.

Sie sagen, das ist unmöglich? Wenn die Kultur im Unternehmen gut ist, dann ist dies geradezu eine Selbstverständlichkeit. In nur ca. 10 % der Betriebe findet eine solche Vorgesetzten­bewertung statt. Eine Vorgesetztenbeurteilung ist aus verschiedenen Gründen wichtig:

– Als Chef erhalten Sie selten ehrliches Feedback.

– In vielen Unternehmen ist gerade die mittlere Ebene der Meister und Vorarbeiter die „Lehmschicht“. In anderen Worten: Sie haben einen hoch motivierten Chef und hoch motivierte Mitarbeiter. Auf der mittleren Ebene jedoch haben sich Menschen eingerichtet, die wenig für ihre Weiterbildung tun und ihre Verantwortung nicht so ernst nehmen.

– Wir Chefs tendieren dazu, das, was wir tun, unter dem Motto „Alles für die Firma“ zu sehen. Die Mitarbeiter empfinden vieles davon jedoch ganz anders.

– Wie sehr unternehmerisch denken und handeln wir?

Nachdem ein solches Gespräch von „unten nach oben“ nicht so einfach zu führen ist, wird es in aller Regel schriftlich vorgenommen. Damit ist gewährleistet, dass der Mitarbeiter anonym seine Meinung kundtun kann. Das macht selbst in Firmen mit einer sehr guten Kultur Sinn, denn im Ernstfall sitzt der Vorgesetzte immer am längeren Hebel.

Was wird denn nun beurteilt?

– Inwiefern regt mich mein Vorgesetzter zu selbstständigem Arbeiten an?

– Zeitvertrauen in meine Arbeit

– Nimmt Kritik an und versteht sie als Anregung

usw.

Wie das Formular für ein solches „Gespräch“ aussehen kann, können Sie hier kostenlos downloaden. 

Wie oft macht eine solche Umfrage Sinn?  In der Regel jährlich. Bei uns im Hause wird diese Umfrage nur alle 2 Jahre durchgeführt. Dies hängt damit zusammen, dass die Fluktuation bei Führungskräften sehr gering ist und es damit nur sehr wenig Verschiebungen bei den Noten gibt.

Welche Note wird erwartet?  Bis zur Note 2,5 sind die Werte akzeptabel. Ungeschriebenes Gesetz in unserem Hause ist: Wenn ein Vorgesetzter schlechter als 2,5 ist, dann hat er das Vertrauen seiner Mitarbeiter verloren.Sie zögern noch? Als Führungskraft wisse Sie: Feedback ist das Breakfast der Champions. Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit für ungefiltertes Feedback als an dieser Stelle.


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13. April 2012 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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