Wenn B- und C-Mitarbeiter mal loslegen würden …


Das Gallup-Institut hat die neuesten Zahlen veröffentlicht: Insgesamt 13 Prozent der Arbeitnehmer sind engagiert, das Unternehmensziel zu erreichen und setzten sich voll für das Unternehmen ein. Solche Mitarbeiter nennen wir A-Mitarbeiter. Traurige 87 Prozent sind kaum bis gar nicht daran interessiert, das Unternehmen voranzubringen.Mein Kollege Hermann Scherer hat eine kluge Überlegung angestellt: Was wäre, wenn angenommen die 87 Prozent Mitarbeiter, die nicht engagiert sind, ihre Leistung nur um 10 Prozent erhöhen? Dann wäre das Bruttoinlandsprodukt 2009 in Deutschland um 237.046.556.000 Euro (237 Milliarden) höher gewesen. Wahnsinn! Diese Differenz entspricht dem kompletten BIP von Griechenland …

Das kann ich nur bestätigen. Ich habe hunderte Chefs gefragt: Wenn Sie an Ihre Mitarbeiter denken, zu wie viel Prozent haben Sie deren Leistung, deren Mitdenken, deren Ideen, Herzblut und Commitment …

Interessanterweise sagen die meisten: Etwa 60 Prozent. Ist das alles? Ja, leider!

In der Tat, da ist sehr viel mehr möglich und diese Erhöhung um 10 Prozent, wie Hermann Scherer vorrechnet, ist eigentlich ein Klacks.

Können Sie die Zahl von 60 Prozent Einsatzbereitschaft bestätigen?


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28. April 2011 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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9 Antworten zu “Wenn B- und C-Mitarbeiter mal loslegen würden …”

  1. Wie C-Mitarbeiter gezüchtet werden

    C’s entstehen nicht „auf natürlichem Weg“ durch sexuelle Vermehrung. Sie werden gewissermaßen in speziellen Zucht- und Brutanstalten künstlich erzeugt. Das aber in großen Mengen und ohne „Bio-Hazard“-Warnschild an der Druckluftschleuse vor dem Labortor. In fast jedem Gewerbegebiet und in nahezu jeder Konzernzentrale gibt es die Brutkästen zur Sicherung des Nachschubs an C-Mitarbeitern. Und sie vermehren sich unter dem dort gegebenen günstigen Bedingungen schneller als der Schimmel in einer durchfeuchteten Gammelwohnung.

    Der Personalberater Martin Wehrle hat sich in den Brutstätten mal umgesehen und seine Entdeckungen in einem lesenswerten Buch zu Papier gebracht. Eine Kurzfassung seiner Erkenntnisse findet sich auch unter

    http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,druck-747569,00.html

  2. Hallo, Herr Knoblauch!

    Über dieses Thema hatte mich mir heute auch Gedanken gemacht!

    Ich hatte mir eine These aufgestellt:

    „Erreicht man mehr Erfolg durch gute Laune?“

    Wenn man gute Laune verbreitet in einer Gruppe, haben alle mehr Spass und Motivation!

    Nicht umsonst werden in Fussballstadien die Zuschauer als „Der 12. Mann“ genannt.
    Sie feuern die Mannschaft an und motivieren sie!
    Nicht selten wurde dadurch ein verlorenem geglaubten Spiel noch zum Sieg verholfen!

    Dann gibt es noch unter anderem die Geschichte des „DJ der guten Laune“.
    Er hatte auf einer Party Musik aufgelegt und sich mit Freude und Power mitbewegt, einfach gute Laune ausgestrahlt!
    Das Video wurde auf Youtube gestellt, es ging um die Welt, seitdem ist er gefragt wie nie zuvor!

    Dieses Video, das ihn berühmt machte, ist hier zu sehen:
    http://www.bestofyoutube.com/story.php?title=the-happiest-dj-in-the-world

    Ein Interview mit dem DJ-der-guten-Laune ist hier zu sehen:
    http://www.youtube.com/watch?v=HPoaGoRlguI

    Und seine Homepage ist hier:
    http://www.dj-der-guten-laune.de/

    Ich zitiere von seiner Homepage:
    „Meine Mission: gute Laune verbreiten! Meine Methode: tolle Musik!“

    Es gibt noch viele andere Geschichten, die zeigen, dass man mit guter Laune erfolgreich wird!

    Beste Grüße und viel Erfolg!

    Egon Schmid

  3. Fragen wir doch mal in den Firmen nach: wie viele Mitarbeiter kennen die USP ihres Unternehmens, das geltende Leitbild, den Inhalt und das Erscheinungsbild der Wedsite, können eine genaue Bescheibung des Logos abgeben…?
    In aller erster Linie muss einmal der Chef zu A-Mitarbeitern bereit sein, damit steht und fällt die Sache. Meine höchste Hochachtung vor allen Unternehmern, die das Potenzial ihrer Mitarbeiter analysieren, schätzen und NUTZEN. Meiner Meinung nach bedarf es da noch großer Aufklärung, um Chefs und ihrem Personal nahezubringen, dass es sich um ein echtes System handelt in einer Firma und für dieses FÜHRUNG und Definition unabdingbar ist, wenn es funktionieren soll.
    Danke, dass Sie sich Gedanken machen, damit die Chefs den Kopf etwas freier haben dürfen… Alleine Ihr A-B-C- Modell und die dazugehörigen Tools tragen viel dazu bei. Danke!
    Es gibt viel zu tun – fangen wir schon mal an!
    Evelyn Steiner

  4. Vor einigen Jahren wurden wir von einem Familienunternehmen in einen Konzern eingegliedert. Die alten flexiblen A Mitarbeiter bekamen Scheuklappen angelegt. Nach ein paar Jahren war es geschafft die A Mitarbeiter zogen sich zurück und sind heute in der B und C Liga anzutreffen. Mitdenkende A Mitarbeiter sind nicht mehr gefragt.

  5. Wie man aus A-Mitarbeitern B- und C-Mitarbeiter macht?
    Man nehme z. B. diese modernen Zielvereinbarungsgespräche. Sich jeden Tag unter z. T. widrigsten Bedingungen für den Kunden einsetzen und sein Bestes zu geben – das wär ja zu simpel! Nein, da müssen „ehrgeizige“ und „quantifizierbare“ Ziele her. Da kommen dann schon mal so quantifizierbare Dinge heraus wie „an X Meetings zur Definition eines Prozesses Y teilnehmen“.
    Und weil jeder spätestens zum Jahresende seine Ziele erfüllt haben muss (sonst winkt ein noch peinlicheres Gespräch und in manchen Fällen sogar Gehaltseinbuße, weil ein modernes Gehalt so motivierende Komponenten wie „variable Anteile“ enthält), werden Prozesse auf Teufel-komm-raus kreiert und Meetings über Meetings veranstaltet (Schließlich kann niemand ein Meeting mit sich alleine machen!).
    Das treibt dann solche Blüten wie diese:
    Die Ober-Direktionsassistentin animiert interkontinentale Phonekonferenzen mit ihren Kolleginnen, in denen die Amerikanerin gelobt wird, weil sie um 6 Uhr morgens von zu Hause teilnimmt. Es wird darum gebeten, die Telefonliste der Business Unit doch durch Fotos zu ergänzen und ansonsten weiß keine, die da sitzt, was „der Scheiß eigentlich soll“ und hätte eigentlich Wichtigeres zu erledigen.

    Und wer ist der Dumme? Richtig, zuerst der Kunde. Und später dann das Unternehmen.
    Und wer zahlt dann die Zeche? Richtig. Die Angestellten.
    Und da sie das alles so glasklar kommen sehen, werden aus Ihnen B- oder C-Angestellte (manche würden -Ware sagen).

  6. Was müsste denn bei C Mitarbeitern alles passiert sein, dass die Leistung um 10% gestiegen wäre?

    Wenn uns das nicht egal ist, wird die Leistung auch steigen.

  7. 13 Prozent sind schon A-Leute, 87 Prozent sind B und C-Leute, die ihre Leistung mal um 10 Prozent steigern sollten und damit so viel leisten würden, sie das griechische Bruttoinlandsprodukt. Mir wäre es lieber, die Griechen würden sich selbst anstrengen und unsere A-Leute würden um 10 Prozent entlastet. Wer ist denn hier der Sklave von wem?

  8. Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Koblauch,

    unabhängig davon, ob Ihre Prozentzahlen stimmen, gebe ich Ihnen Recht: es gibt sehr viele Menschen in Beschäftigungsverhältnissen, die kaum bis wenig Motivation aufweisen. Ob Sie nun per se unmotiviert sind, bezweifle ich persönlich zwar, aber dass sie (+ selbst High-Performer) demotiviert werden können, kann ich bestätigen.

    Die Ursachen sind vielfältig, eine davon ist m.E. die Globalisierung.
    Das Prinzip Leistung = Erfolg funktioniert nicht mehr.

    Während jemand – sagen wir vor 20 Jahren – hervorragende Leistungen erbracht hat und dafür Erfolge/ Gewinn/ Umsatzzuwächse einfahren konnte, unterliegen wir heute derart vielen Einflussgrößen, dass dieses Prinzip nicht mehr gilt. In Taiwan geht es drunter und drüber und die Produktentwicklung der Abteilung, in der Du arbeitest, wird nach Ägypten ausgelagert. Oder Währungs- und Börsenschwankungen haben sehr hohe Verluste Deines Arbeitgebers zur Folge, obwohl Du jeden Tag versuchst, Dein Umsatzziel zu erreichen, macht der ganze Laden dicht.
    Dieses „Erfolg-nicht-mehr-funktionieren-Prinzip“ gilt übrigens auch im b2b für (KMU-) Selbstständige: hervorragende Dienstleistungen, exzellentes Marketing, tolle Strategie,…und Dein Kunde ist (trotzdem) weg…

    Der Einzelne hat sein Bestes gegeben, doch der Erfolg bleibt aus.
    Es sind Unwägbarkeiten, die zu Machtlosigkeit führen, angestrebten Erfolg verhindern und im Ergebnis zu Frust, Demotivation und im Extremfall sogar zu (Stress-) Krankheiten führen.
    Ich sehe als Personalberaterin daher nur den Ausweg, dass wir ERFOLG (gesamt-)gesellschaftlich wie individuell neu definieren und das fängt m.E. täglich bei jedem selbst an.

    Mehr dazu in meinem „Halten und gesund Erhalten“ unter http://www.vorsprung-personal.de/Halten.html oder persönlich via Telefon.

    Beste Grüße
    A.W.

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