Auf das Bauchgefühl verlassen?


Kürzlich schreibt mir jemand: „Dieser mehrstufige Einstellungsprozess – das ist mir alles viel zu kompliziert … Ich verlasse mich grundsätzlich auf mein Bauchgefühl und stelle die Person ein, die ins Team passt. Mit dieser Methode bin ich bisher immer gut gefahren, und die Arbeit wie auch das Team geben mir recht!“

Meine Meinung: „Ich bin begeistert, wenn jemand ein solch ausgeprägtes Bauchgefühl hat. Manche Menschen haben wirklich diese Begabung. Trotzdem behaupte ich: Ein durchdachter Einstellungsprozess ist immer die bessere Variante. Da kommen alle Bereiche zum Vorschein. Der Prozess wird verobjektiviert und das wiederum sorgt für gute Ergebnisse.“

Was ist Ihre Meinung – Bauchgefühl oder mehrstufiger Einstellungsprozess?


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28. Juli 2011 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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Eine Antwort zu “Auf das Bauchgefühl verlassen?”

  1. Wahrscheinlich weder noch. Das „Bauchgefühl“ ist zu subjektiv, zu personen- und stimmungsabhängig. Und der mehrstufige Einstellungsprozess gaukelt eine scheinbare Objektivität vor, die er i.d.R. nicht besitzt. Die meisten dieser Prozesse basieren unabhängig von der Anzahl ihrer Stufen auf wissenschaftlich nicht haltbaren Annahmen oder schlichter Wirtschaftsesoterik.

    Letztlich werden Unternehmen nicht umhinkommen, ihre Anforderungen nicht nur als Wunschdenken zu formulieren sondern diese auch mit den tatsächlich erforderlichen Dingen, der Realität am Arbeitsmarkt, den gebotenen Gegenleistungen und ihren betrieblichen Verhältnissen abzugleichen.

    25Jährige Diplomingenieure mit 10jähriger Berufs- und Auslandserfahrung für eine 60-Stundenwoche zum Praktikantengehalt sind tatsächlich etwas knapp geworden. Und diese fetten Zeiten für die Unternehmen werden so schnell nicht wiederkommen, da die Menschen bei so schlechten Bedingungen für die Arbeitnehmer einfach nicht genügend Kinder in die Welt zu setzen bereit sind, um diese Verhältnisse auf Dauer stabil zu halten.

    Unternehmen und ihre HR-Abteilungen werden insgesamt flexibler werden müssen – so flexibel wie sie es seit zwanzig Jahren von anderen fordern.

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