Das Unternehmen mit Zielen überziehen


Kann man das ganze Unternehmen regelrecht mit Zielen überziehen? Schließlich entfalten Ziele ja erst ihre volle Wirkung, wenn alle bis zum Gärtner und zum Portier dabei sind.

Strategische Zielsetzungen lassen sich herunterbrechen. Wenn Sie sagen, wir haben ein Einsparungsziel von 100.000,– EUR, dann können Sie jeden Mitarbeiter auf jeder Ebene fragen (vom Chef bis zum Azubi), was er zu diesen 100.000,– EUR beitragen will. Das Ganze lässt sich mühelos herunterbrechen, und jeder kann seinen Beitrag leisten. Man redet hier auch von einer strategischen Zielsetzung.

Wenn Sie dagegen sagen, dass Sie eine zusätzliche Lagerhalle brauchen, dann ist dies ein Projekt, das von jemand in der Organisation aufgegriffen und umgesetzt wird. Die übrigen Mitarbeiter bleiben also unbeteiligt. Was wir also brauchen sind 4 bis 6 strategische Zielsetzungen pro Jahr.

Ziele formulieren, die jeder versteht  Wenn Sie Ihrem Maschinenarbeiter sagen, dass er sich um einen besseren Cash-Flow kümmern muss und auch der Return on Investment (ROI) nicht befriedigend ist, wird er Sie erst einmal verständnislos anschauen. Wenn Sie aber von Ausschussquote reden, von Krankheitstagen und von Ordnung und Sauberkeit, dann ist das eine Ebene, die er versteht. Hier können Sie eine Skizze herunterladen, die nicht nur deutlich macht, was es heißt, das Unternehmen mit Zielen zu überziehen, sondern auch was Begrifflichkeiten sind, die auf den einzelnen Ebenen verstanden werden.

Ziele visualisieren  Quantitative Ziele (z. B. Umsatz, Ertrag, aber auch Kundenzufriedenheit usw.) lassen sich auf einem Stück Papier visualisieren. Qualitative Ziele (z. B. Weiterbildungsbereitschaft usw.) lassen sich nur schwierig messen und damit auch nicht visualisieren. Wenn z. B. jeder 5 Jahresziele hat, dann macht es Sinn, 4 quantitative und 1 qualitatives Ziel zu formulieren. Warum nicht 4 Poster an jedem Arbeitsplatz anbringen, auf denen die Ziele dargestellt werden? Ein monatlicher Eintrag zeigt Ihnen und jedem anderen im Haus, wo wir gerade stehen.

Ein funktionierender Zieleprozess braucht 3 bis 5 Jahre  Im ersten Jahr werden Ziele für die Führungsebene vereinbart, im zweiten Jahr für den Bereich des Mittelmanagements und im dritten Jahr dann für alle weiteren Mitarbeiter. Im vierten Jahr können Sie dann anfangen, die Zielerreichung mit Geld zu verknüpfen. Dies allerdings stellt noch einmal eine ganz andere Herausforderung dar.

Mit Zielvereinbarungen zu führen ist etwas, das sich viele Unternehmen wünschen. Herzlichen Glückwunsch, wenn Sie nicht nur darüber reden, sondern es auch tun. Ziele, wenn sie richtig formuliert sind (messbar und machbar), übernehmen die Führung. So entsteht ein Netzwerk von Mit-Unternehmern, das alle Ebenen umspannt. Was können Sie sich besseres wünschen?


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18. April 2012 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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