Das ist die falsche Frage …


Ein Freund von mir, ein deutschlandweit bekannter Unternehmer mit 500 Mitarbeitern, stellte in einer Runde mit einigen Unternehmern die Frage:

Wann beginnt die Arbeitszeit eines Mitarbeiters?

– Wenn der Computer hochgefahren wird?

– Wenn der Mitarbeiter sein Auto auf dem Parkplatz parkt?

– Wenn er das Treppenhaus hochkommt?

– Wenn er das Stockwerk im Aufzug drückt?

Was würden Sie ihm antworten?

Ich habe ihm Folgendes gesagt: Das ist die falsche Frage. Wenn du B- und C-Mitarbeiter beschäftigst, dann musst du dich genau mit solchen Fragen befassen. Wenn du aber A-Mitarbeiter beschäftigst, dann ist dir diese Frage völlig egal. Denn A-Mitarbeiter sind Leute, die sich für dich querlegen. Sie werden diese Frage selbst völlig richtig beantworten und eigenverantwortlich handeln, damit du den Kopf für wichtige Dinge frei hast.

Maßregelungen, wie etwa der Beginn der Arbeitszeit, wären für A-Mitarbeiter sehr befremdlich. Sie arbeiten zum Wohle des Unternehmens und werden sich auch dementsprechend verhalten. Wenn du A-Mitarbeiter im Unternehmen hast, dann behandle sie auch so – denn sonst sind sie plötzlich weg!


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12. Juni 2014 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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4 Antworten zu “Das ist die falsche Frage …”

  1. Sehr guter Einstieg in die Materie. Dem kann ich nur zustimmen, da ich nach einer Restrukturierung genau aus der „freien“ Zeiteinteilung gekommen bin und eigentlich immer arbeite, aber mir dafür auch die Freiheiten nehme, die ich brauche. Die Rückführung zu fixen Anwesenheitszeiten hat mich nun auch als einer mehrerer Gründe von der Firma weggetrieben und ich übernehme in bälde die Geschäftsführung eines Mittelständers. Dort gibt es aber genau das angesprochene Thema. „Nur“ 20 Mitarbeiter und ein sehr inhomogenes Team, aus langjährigen Mitarbeitern, auch vielen neuen und Lehrlingen. Aus meiner jetzigen Sicht derzeit ganz wenige A-Mitarbeiter, da sie bis jetzt auch nicht die Möglichkeit dazu hatten sich dorthin zu entwickeln. Wie schafft man es in einem kurzen Zeitabstand hier ein System zu etablieren, das nicht von Neid, Missgunst, etc. geprägt ist und trotzdem alle Bedürfnisse abbildet? Habe ein paar Ansätze, bin aber auch an externem Input interessiert (alle B + C Mitarbeiter kurzfristig austauschen klappt aber nicht – know how drain).
    Herzliche Grüße, Christoph Drescher

  2. Kann es evtl. sein, das der Unternehmer – wäre er Mitarbeiter in einem Unternehmen (und nicht dessen Chef) – evtl. auch kein A-Mitarbeiter wäre, wenn diese Zeitfrage für ihn so essentiell wichtig ist?
    Nur so ein Gedanke, der mich sofort beschlich, als ich die Frage las.
    Viele Grüße, Andreas Terveen

  3. @ Christop Drescher
    Hallo Herr Drescher
    Sie haben die Ansatzpunkte quasi ja schon selbst erkannt und genannt:
    1. Möglichkeiten schaffen, das sich A-Mitarbeiter entwickeln können
    2. Chancen auf Neid, Mißgunst, etc. gar nicht erst anbieten
    3. Fragen stellen, ergründen, warum Mitarbeiter den Weg zum A-Mitarbeiter bisher noch nicht gegangen sind.
    4. Vertrauen schaffen
    5. Mit Vorbild vorangehen (was nicht unbedingt heißt, das man Abeitet bis zum Umfallen und ohne an die Zeit zu denken – den Mitarbeiter sind zuallerst Menschen. Die haben Freunde, Bekannt, Familie, Hobbys, Verpflichtungen, Ehrenämter, etc. all das will „unter einen Hut gebracht werden“ was den Arbeitgeber meistens jedoch nicht interessiert und von ihm dann auch nicht berücksichtigt wird, weil er nur an sein Unternehmen und dessen Fortkommen denkt.
    Es führt aber nur ein Weg zum A-Mitarbeiter, wenn man ihn nicht nur als Ressource (= Human Resources – ich hasse diese Bezeichnung) sondern als Menschen mit all seinen Facetten sieht und ihn auch entsprechend respektvoll behandelt.

    Viele Grüße, Andreas Terveen

  4. Wow, danke für diese Beiträge Herr Drescher und Herr Terveen.

    Sehr geehrter Herr Drescher,
    für diesen Prozess möchte ich Sie ganz herzlich in mein Netzwerk Personal einladen (http://www.tempus.de/akademie/sonderprogramme/netzwerk-personal.html).
    Gerne können Sie mich auch zu meiner nächsten Sprechstunde anrufen. Diese ist am Montag, 21. Juli zwischen 15:00 und 17:00 Uhr. Genauere Informationen hierzu im nächsten Personal-Newsletter. Falls Sie diesen noch nicht haben: http://www.abc-strategie.de/de/personal-newsletter-abonnieren.html
    Beste Grüße
    Jörg Knoblauch

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