Personaler gehören an den Vorstandstisch!


Wie ich bereits in meinem Buch „Die Chef-Falle“ geschrieben habe,
ergab eine Studie der Fachhochschule Koblenz, dass der Personaler in einer Firma selten als wichtiger oder
wichtigster Mitarbeiter eines Unternehmens angesehen wird. Seine Arbeit ist eher passiv,
bürokratisch und administrativ.

In Amerika sieht der Trend ganz anders aus, und auch ich sage: Personaler müssen an den Vorstandstisch!

Kürzlich habe ich einen Kollegen getroffen, Prof. Dr. Gunther Olesch, Geschäftsführer von Phoenix Contact und einer der 40 besten Personaler Deutschlands. Auch er ist dieser Meinung: Personaler gehören genauso in den Vorstand, wie Kaufmännische Leiter, Fertigungsleiter und Controller. Denn wenn man sich als Unternehmen entwickeln und Ziele erreichen will, dann müssen sich auch die Mitarbeiter mitentwickeln. Und dafür braucht es den Vorstandstisch.

Doch warum sind so wenige Personaler erst am Vorstandstisch? In den meisten Köpfen ist heute noch verankert, dass Personaler zwar viel von Menschen, aber wenig vom Geschäft verstehen.

Deshalb lautet der Tipp von Prof. Dr. Gunter Olesch an alle Personaler: Denken Sie strategisch, unternehmerisch und visionär. Und vor allem: Blicken Sie über den Tellerrand hinaus. Bemühen Sie sich um Erkenntnisse in allen unternehmerischen Bereichen: Produktion, Buchhaltung und Vertrieb. So kann der Personaler als unentbehrliches Vorstandsmitglied angesehen werden und mit seinem fachlichen Wissen und seinem Verständnis für die Menschen am unternehmerischen Erfolg mitwirken.

Also, liebe Personaler: Seid mutig und setzt euch an den Vorstandstisch!

Und Ihr, liebe Geschäftsführer: Lasst eure Personaler zu Wort kommen!

Sehen Sie hier das Interview mit Prof. Dr. Gunther Olesch (3:50 Min.)

https://www.youtube.com/watch?v=n-giifiXOo0


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21. August 2014 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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