Personalwesen: Damals – heute – morgen. Wo stehen Sie?


Mein Kollege Marcel Dompert und ich haben das Personalmanagement in seiner historischen Entwicklung in vier Phasen abgegrenzt. Hier ein kleiner Test – Wo stehen Sie mit dem, was Sie in Ihrem Personalmanagement tun? Die Phasen reichen von der einfachen Verwaltung von Personalakten zu unternehmerischem Mitdenken, Mitwissen, Mithandeln und Mitverantworten in allen wesentlichen Unternehmensentscheidungen.

1950
Die reine Personalverwaltung steht im Vordergrund:
– Verwaltung von Personalakten
– Lohn- und Gehaltsabrechnung

1975
Die klassische Personalabteilung bekommt neue Aufgaben:
– Arbeit mit Stellenbeschreibungen und Zielvereinbarungen
– Fokus auf Personalentwicklung und Personalbetreuung

2000
Die Personalarbeit wird zunehmend zur Aufgabe des mittleren Managements:
– Die Lohn- und Gehaltsabrechnung wird vermehrt outgesourct
– Jede Führungskraft ist auch Personalmanager

2010
Betriebliche Personalarbeit als entscheidender Wettbewerbsfaktor:
– Personalarbeit erhält mit der Fokussierung auf Talentsuche einen neuen Schwerpunkt
– Die Qualität des Recruitingprozesses wird zum kritischen Erfolgsfaktor

In meinen Augen ist die Personalarbeit der längste Hebel, den eine Firma hat. Insofern ist es nicht gleichgültig, wo Sie stehen.


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14. April 2011 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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2 Antworten zu “Personalwesen: Damals – heute – morgen. Wo stehen Sie?”

  1. 2011:
    Durchbruch in der betrieblichen Personalarbeit:
    Neben der Kategorie A, B und C Mitarbeiter setzt sich die Erkenntnis durch, dass es A, B und C Chefs gibt. Unternehmen investieren in ihre Führungskräfteentwicklung und die Aufdeckung von Seilschaften, welche bewusst Führungsposition mit den ihren statt den Kompetenten besetzten; Werte wie Demut und Dienen gewinnen an enormer Bedeutung

  2. Es läuft letztlich auf die in jedem Unternehmen zu treffende Entscheidung heraus, ob man die Personalabteilung entweder als echten „Business Partner“ oder als austauschbaren Dienstleister sehen will. Beides gleichzeitig geht halt nicht. Ist im Prinzip die gleiche Diskussion wie die nach der Bedeutung der IT im Unternehmen (Teil der Kernkompetenz des Unternehmens oder Dienstleister).

    Die meisten Abteilungen oder Geschäftsbereiche, die heute als „Dienstleister“ aufgestellt sind, sind morgen Kandidaten für Abbau- und Streichaktionen, Outsourcing oder Ausgründung und anschließenden Verkauf.

    Bedenkt man allerdings, dass Personalabteilungen in größeren deutschen Unternehmen meist in etwa so kreativ und flexibel sind, wie die Stabsabteilungen in Erich Honeckers Politbüro, dann ist der Weg hin zum „Business Partner“ noch sehr lang und steinig …

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