Werte machen ein Unternehmen wertvoll


Faszinierend, mit welcher Dreistigkeit manche Mitarbeiter die eigene Firma als Selbstbedienungsladen mit Versorgungsanspruch ansehen. In Deutschland werden jährlich 670.000 Ladendiebstähle zur Anzeige gebracht. Büromaterialien werden sorglos zum privaten Verbrauch eingesteckt und der „gelbe Schein“ garantiert einen sorglosen Tag. Außendienstler sind ganz besonders gefährdet. Wem fällt schon auf, wenn während der Arbeitszeit private Dinge erledigt werden oder auf der Spesenrechnung auch die Kosten der Freundin enthalten sind?

Der Werteverlust in Deutschland ist dramatisch und viele Menschen spüren: Erst verlieren wir unsere Werte, dann verlieren wir unseren Wohlstand. Jim Collins, der amerikanische Bestsellerautor zeigt in seiner weltberühmten Studie „Immer erfolgreich“, dass „Werte“ zentral für das Überleben einer Firma sind.

Indem Sie Werte ins Unternehmen hereinnehmen, haben Sie immer noch den gleichen Geschäftszweig. In anderen Worten: Sie spielen immer noch dasselbe Spiel, aber Sie spielen es nach richtigen Regeln. Mit Werten leben heißt, nicht mehr jeder Weg führt zum Ziel, sondern nur ein ganz bestimmter Weg.

Collins hat uns gezeigt: Der gemeinsame Nenner für erfolgreiche Firmen sind Werte wie Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Fairness und Kundenorientierung. Nicht die Mafia wird siegen. Langfristig erfolgreich sind nur Firmen mit klar vereinbarten Werten. Versuchen Sie es doch einmal mit den folgenden acht Richtlinien? Die spannende Frage ist ja nun: Wie kommen diese Richtlinien vom Papier in die Köpfe der Menschen? Wir in unserem Hause haben so genannte „Umsetzungsmeetings“ gemacht. Das heißt, wir haben uns außerhalb der Arbeitszeit getroffen, um diese Dinge zu diskutieren. Am ersten Termin haben wir den Wert 1, nämlich „Ehrlichkeit“ in den Mittelpunkt gestellt. Eine Kollegin, die schon länger dabei ist, und eine Kollegin, die relativ neu dabei ist, haben berichtet, was ihnen an Ehrlichkeit hier im Betrieb widerfahren ist und was nicht. Dann haben wir uns in kleine Gruppen aufgeteilt und zum Thema Ehrlichkeit diskutiert. Das Ganze wurde dann auf Flipcharts zusammengetragen und vor der Gruppe präsentiert.

Bei jedem dieser Treffen werden auch peinliche Dinge angesprochen. Gerade das jedoch macht die Sache so spannend. Leichen werden aus dem Keller geholt und offiziell bestattet. Das entlastet und reinigt die Atmosphäre. Übrigens, die erfolgreichsten Firmen der Welt wie Hewlett Packard, Nokia, 3M usw. sind Firmen, die einen klaren Wertekodex haben und ihn leben.

Wenn Sie z. B. Ihren Mitarbeitern diese Werte auf scheckkartengroßen Kärtchen überreichen wollen, dann geben wir Ihnen hier gerne ein kostenloses Beispiel.


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12. April 2012 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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Eine Antwort zu “Werte machen ein Unternehmen wertvoll”

  1. Es ist schwierig Werte gleich welchen Inhalts an Mitarbeiter zu vermitteln, wenn sie nicht von der Führung vorgelebt werden (was selten der Fall ist). Der „Tone at the top“ ist entscheidend.

    Hinzu kommt ein grundsätzlicher Widerspruch: Um Gewinn zu erwirtschaften, muss ein Unternehmen für seine Leistungen mehr Geld nehmen, als es selbst dafür ausgegeben hat. Es muss seine Kunden gewissermaßen „übervorteilen“. So nehmen es jedenfalls sehr viele Menschen wahr, wenn jemand mehr nimmt als er selbst eingebracht hat. So jemand kann Ethik kaum glaubhaft vermitteln und lässt es daher besser sein.

    Zudem wollen die meisten Mitarbeiter im Grunde nur ihre Arbeit tun, für deren Erledigung sie eingestellt wurden. Sie wollen nicht in einer Sekte Mitglied werden, die das Weltbild der religiösen Führung teil und weiterverbreitet. Sie wollen nicht evangelisiert oder bekehrt werden. Im Grunde arbeiten sie um zu leben – sie leben nicht, um zu arbeiten.

    Viele Unternehmer haben mit dieser Einstellung ein grundsätzliches Problem. Und zwar umso eher, desto mehr sie sich und ihren Laden für den Mittelpunkt des Universums halten. Zahlreiche Managementtools und Führungsseminare zielen darauf ab, diese Illusion gerade bei Kleinunternehmern und Mittelständlern aufrecht zu erhalten, was sie immer „inkompatibler“ im Umgang mit der Mehrheitsgesellschaft werden lässt.

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