Eine gute Führungskraft hat mehr als Fachwissen


Als Führungskraft war es einer der bittersten Tage in meinem Leben. Ich hielt als Chef die Beurteilungen in der Hand, die meine Mitarbeiter über mich abgegeben hatten. Das Ergebnis: Nur noch ein bisschen schlechtere Noten, und ich hätte eigentlich meinen Hut nehmen müssen – in meiner eigenen Firma!

Das ist 25 Jahre her. Mir war sofort klar: „Ich, Jörg Knoblauch, muss als Führungskraft nachsitzen.” Ich besorgte mir die besten Informationen zu Führungsfragen, ließ mich von Top-Experten coachen und erprobte in einem damals für mich nicht leichten Prozess, was funktioniert und was nicht. Heute bin ich davon überzeugt: „Führen kann man lernen, wie alles andere im Leben auch!”

Eine gute Fachkraft ist nicht automatisch eine gute Führungskraft

Unternehmen, die ihre besten Fachleute zu Führungskräften machen, heimsen oft gleichzeitig zwei Probleme ein: Sie haben eine schlechte Führungskraft eingekauft und einen ausgezeichneten Fachmann verloren. Denn in beiden Rollen sind völlig unterschiedliche Qualitäten gefragt. Noch schlimmer: Nach einem halben Jahr verlässt Ihre Führungskraft frustriert das Unternehmen und das Team ist in verschiedene Klüngel auseinander gefallen.

Investieren Sie frühzeitig in angehende Führungskräfte und entwickeln Sie deren Führungskompetenz. Laut HR-Report der Hays AG über Führung sind bei Führungskräfte Softskills gefordert, wie Etablieren einer Feedbackkultur, Motivation der Mitarbeiter und Aufzeigen von deren Entwicklungsmöglichkeiten. Bei Ihrem besten Vertriebsmann gehört der Umgang mit Menschen immerhin noch zum täglichen Geschäft. Aber kann er ein Team strukturieren? Ein Schreiner, der klasse Möbel fabriziert, sie vielleicht selbst entwickelt, muss nichts von gemeinsamen Zielen und deren Koordinierung verstehen.

Ein gutes Team durch eine gute Führungskraft

Ich erlebe in Unternehmen immer wieder, dass eine neue Führungskraft mit der Beförderung mehrtägige Führungsseminare besucht, viele Ideen mit ins Unternehmen bringt, zunehmend den Schwung verliert und schließlich ihre Führungsaufgaben nicht erledigt. Stattdessen mischen sie sich wieder in fachliche Aufgaben ein, weil sie sich dort sicherer fühlen. Die Führungsposition ist faktisch vakant. Team oder Abteilung sind ziellos.

Die traurige Erkenntnis: Mitarbeiter verlassen nicht das Unternehmen, sondern ihre Führungskraft. Deshalb sollten wir unsere Führungskräfte zu Menschen entwickeln, die wissen was gute Führung ausmacht. Hier finden Sie alle Infos zu unserem Programm „Führungskräfteentwicklung für mittelständische Unternehmen“.

Die 7 Schritte zur besseren Führungskraft

Um zu einer besseren Führungskraft zu werden, habe ich Ihnen 7 Schritte zusammengestellt:

1. Persönlichkeit entwickeln
Wer kein festes „Ja!“ zu einer Berufung als Führungskraft hat, wer seine persönlichen Lebensziele nicht geklärt hat, wird nur schwerlich die Rolle eines Teamchefs ausfüllen können. Wir sind der festen Überzeugung, dass nur derjenige ein Unternehmen führen kann, der auch sich selbst führen kann. An den Anfang stellen wir deswegen die Entwicklung einer Unternehmer-Persönlichkeit, die in der Balance zwischen Beruf und Familie lebt.

2. Unternehmensleitbild festlegen
Wenn von der Wichtigkeit eines Unternehmensleitbilds gesprochen wird, nicken alle beifällig. Im Stillen jedoch stellt sich so manche Führungskraft die Fragen „Was ist das eigentlich?“ und „Warum das alles überhaupt?“. Ein Unternehmensleitbild ist eine klare Vorstellung davon, warum es ein Unternehmen gibt, wohin Sie mit Ihrem Unternehmen langfristig wollen und auf welche Art und Weise Sie dieses Ziel erreichen möchten.

3. Jährliche Beurteilung jeder Führungskraft
Es gibt kein besseres Instrument, die Führungskräfte-Falle rechtzeitig zu erkennen. Die Leistungsbeurteilung im Unternehmen bleibt gefährlich unvollständig, solange Führungskräfte nicht ebenfalls von ihren Mitarbeitern bewertet werden. Haben Sie den Mut, aus der Beurteilung auch Konsequenzen zu ziehen, sonst können Sie sich den Aufwand sparen. Hier finden Sie den Beurteilungsbogen für Führungskräfte.

Leistungsbeurteilungsbogen für Vorgesetzte

Die Beurteilung im Unternehmen bleibt gefährlich unvollständig, solange Führungskräfte nicht ebenfalls von ihren Mitarbeitern bewertet werden. Haben Sie den Mut, aus der Beurteilung auch Konsequenzen zu ziehen, sonst können Sie sich den Aufwand sparen.

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4. Strategisch planen
Ziele sind nur durch sorgfältige Planung erreichbar. Grundsätzlich gilt der Satz: „Planungszeit verlängern heißt Ausführungszeit verkürzen“. Wenn im Unternehmen von Planung die Rede ist, dann geht es in der Regel um Investitionen, Werbeaktionen oder Ähnliches. Wenn wir jedoch von „strategisch planen“ reden, meinen wir konkrete Ziele, die mittelfristig und langfristig erreicht werden sollen.

Die Werbeaktion und die Investitionsentscheidungen werden diesen Planungen strikt unterworfen: Sie werden nur dann durchgeführt, wenn sie dazu dienen, dem großen Ziel näher zu kommen. Strategische Planungen werden Ihnen helfen, Entscheidungen leichter zu treffen und eine klare Linie in die Entscheidungen zu bringen. Durch regelmäßige Strategietage schaffen Sie klare Ziele.

5. Erfolg vereinbaren
Erfolg im Unternehmen ist nur denkbar, wenn alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen. Damit der Mitarbeiter weiß, was exakt von ihm erwartet wird, braucht er individuelle Zielvereinbarungen. Solche „Ein-Mann-Unternehmer“ verleihen dem Unternehmen Flügel. Erfolg wird in solchen Unternehmen nicht von oben beschlossen, sondern werden von Führungskraft und Mitarbeiter vereinbart. Heute stelle ich Ihnen einen Auszug aus dem Zielebuch von tempus zur Verfügung. Hier können Sie den Auszug downloaden.

Auszug aus dem tempus-Zielebuch

In diesem Auszug aus dem tempus-Zielebuch finden Sie einige Inspirationen für Ihre Zielvereinbarungen sowie den Überblick über die Spielregeln bei tempus. – Lernen Sie den Zieleprozess kennen.

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6. Profitabel wirtschaften
Profitabel wirtschaften möchte wohl jeder Unternehmer und jede Führungskraft. Zudem braucht ein Unternehmer mehr gute Jahre als schlechte Jahre. In einer Zeit des rasanten Wandels stellen viele fest, dass es nicht mehr ausreicht, einmal jährlich eine Bilanz zu erstellen, um den „Gesundheitszustand“ des Unternehmens zu bestimmen. Starten Sie einen Prozess, der Ihnen täglich Fakten und Warnsignale liefert.

7. Mit Werten in Führung gehen
Vertrauen, Ehrlichkeit und Anerkennung sind nur einige der Werte, die gerade auch in Unternehmen immer wichtiger werden. Wenn es Ihrer Führungskraft gelingt, auf dieser Basis die Firma zu führen, wird es leichter, sich auf das Business zu konzentrieren und ein harmonisches Miteinander zu leben. Das visitenkartengroße Wertekärtchen von tempus stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Hier finden Sie alles zu unseren Wertekärtchen. Ein schönes Beispiel werteorientierter Führung findet sich auch bei adidas, lesen Sie weiter.

Werte leben – tempus macht es vor

Jeder Mensch sucht nach Orientierung, nach einem Ziel, auf welches man hinarbeiten kann. tempus lebt eine werteorientierte Unternehmenskultur. Jeder neue Mitarbeiter bekommt ein Kärtchen mit den Persönlichen Werten und Business Werten von tempus.

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Eine gute Führungskraft zu werden ist ein mehrjähriger Prozess

Führungskräfteentwicklung bedeutet vor allem Persönlichkeitsentwicklung. Sie ist ein mehrjähriger Prozess. Es ist gut, in dieser Zeit einen Mentor und/oder Coach zu haben, mit denen man externe Hindernisse und innere Blockarden besprechen kann. Es ist gut, andere „Entwicklungsgenossen“ zu kennen, die aktuell auch durch diesen Prozess durchgehen, mit denen man sich auf Augenhöhe austauschen kann. Und es ist gut, über konkrete Führungstools zu verfügen, die man ausprobieren und auf die eigene Persönlichkeit und die eigenen Fähigkeiten abstimmen kann.

Mir und meinen Kollegen liegt das Führungskräfte-Programm für mittelständische Unternehmen besonders am Herzen. Das hat drei Gründe:

1. Wir bemerken, wie sich die Mitarbeiter zu befähigten Führungskräften entwickeln und welche Produktivität sie für das Unternehmen erreichen.

2. Wir sehen, dass eine Führungskraft wiederum ihre Chefs entlasten, weil sie tatsächlich Verantwortung für ihren Arbeitsbereich übernehmen, weiterführende Ideen entwickeln und mit ihrem Team umsetzen.

3. Das Feedback der Teilnehmer und Inhaber ist faszinierend, weil sie von gravierenden Veränderungen für die Personen und die Unternehmen sprechen, die sie sich in dieser Form ursprünglich gar nicht vorstellen konnten.

Sichern Sie Ihr Lebenswerk ab

Packen Sie dieses Thema gleich an, weil es mittelfristig der größte Hebel für den Unternehmenserfolg ist und Ihrem Lebenswerk einen neuen Schub gibt. Zu unserm Programm „Führungskräfteentwicklung für mittelständische Unternehmen“ finden Sie hier alle Informationen.

Im Silicon Valley habe ich auch vieles über moderne Führung gelernt. Lesen Sie hier die 5 Tipps aus dem Silicon Valley für die moderne Führungskraft.


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12. Juni 2018 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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