Von blinden Pferden


„Wenn nur der Kutscher klar sieht, dann wird auch mit blinden Pferden das Ziel erreicht.“ Johann Nestroy (1801-1862)

Als ich am Neujahrstag diesen Tweet von Prof. Lothar Seiwert erhielt, dachte ich: Wow, wie klug. Bei Twitter bekommt man so viel Triviales zugespielt, so dass ein solches Zitat aufhorchen lässt.

700 Menschen haben das Zitat des Wiener derb-humoristischen Charakterzeichners und Schauspielers Nestroy gelesen und waren sicher so beeindruckt wie ich. Beim weiteren Nachdenken allerdings war mir klar, dass die Wirtschaftswelt anders funktioniert. Ja, es stimmt: Wer autoritär führt, kann auch mit blinden Pferden sein Ziel erreichen, so wie der Kutscher in unserem Zitat.

Wer allerdings „erfolgreich“ führen will, wird so nicht weit kommen. A-Mitarbeiter werden einen autoritären Führungsstil nicht akzeptieren. In Zukunft ist nicht autoritär gefragt, sondern Freiräume sind gefordert. Die Amerikaner nennen dies „Arm’s length“. Soll heißen: Lass die Zügel schleifen und der Mitarbeiter wird selber wissen, was richtig ist und wie er den Erfolg erzielt. Schließlich kennt er sein Geschäft besser als jeder andere.

Das vor uns liegende Jahr 2010 wird eine weitere Beschleunigung bringen. Noch weniger Mitarbeiter müssen noch mehr leisten. Zudem wird alles immer schneller und komplexer. Wir brauchen also keine blinden Pferde, sondern wir brauchen Pferde, die auch ohne Kutscher den Weg finden. Ganz einfach: A-Mitarbeiter.


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21. Januar 2010 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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