Welche Personaltrends erwarten uns 2013?


Ich war für Sie auf der SHRM in Atlanta, der größten Personalerveranstaltung der Welt. Hier meine Erkenntnisse:

1. Trend: Der Personaler steht immer mehr im Mittelpunkt  Mit 15.000 Besuchern aus 80 Ländern schlägt die größte Personalerveranstaltung der Welt alle Rekorde. Hintergrund: Der Personaler wurde noch einmal aufgewertet. Mehr noch: Er gehört an den Vorstandstisch, da er ähnlich einer Fußballmannschaft aus den besten Spielern die richtigen ausgesucht hat. Er, der Trainer, ist für die professionelle Spieltaktik, die Eigeninitiative der Spieler usw. verantwortlich. Allerdings, wenn die Mannschaft in Folge verliert, gibt es kein Pendant. Er wird gefeuert!

2. Trend: Social Media sind entscheidend wenn es um die Gewinnung junger Talente geht  Die Nutzung sozialer Netzwerke ist in Deutschland eher noch in den Kinderschuhen, in Amerika dagegen in vollem Gange. Bei der Personalsuche wird verstärkt das soziale Netzwerk eingesetzt, insbesondere wenn es darum geht, junge Talente zu finden.

3. Trend: Immer mehr Personaler lassen sich zertifizieren und tragen diesen Titel mit vollem Stolz auf ihrer Visitenkarte  In den USA gibt es zig Tausende zertifizierter Personaler. Wenn auch Amerika in immer weniger Bereichen tonangebend ist, im Bereich Personal ist man wirklich weiter als in Deutschland. Übrigens, Kanada besetzt im Bereich Personal ebenfalls einen hervorragenden Platz.

4. Trend: Die Zahl der Quereinsteiger nimmt zu, getreu dem Motto: „Hire for attitudes, train for skills“  Während bei der Rekrutierung in Deutschland noch sehr stark Fachwissen abgeprüft wird, wird dies in immer mehr Ländern vorausgesetzt. Der Schwerpunkt dort liegt im Bereich der „Attitudes“, also der charakterlichen Stärken und Schwächen (hire for attitudes, train for skills).

5. Trend: Der globale Talentewettbewerb lässt Talente immer knapper werden  Obwohl in den meisten Ländern die Arbeitslosigkeit deutlich höher ist als in Deutschland sind Talente überall knapp. Der globale Talentwettbewerb hat sich deutlich verschärft, denn der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Egal ob in Shanghai, Moskau oder München. Die Arbeitslosigkeit liegt teilweise unter 1 %.

6. Trend: Die Kritik an Führungskräften nimmt zu – Führungskräfte müssen wieder führen  Viele Arbeitnehmer geben ihrem Vorgesetzten schlechte Noten, wenn es um das Thema Führungsverhalten geht. Um das zu ändern wird massiv in die Ausbildung von Führungskräften investiert.

7. Trend: Der Wandel wird immer schneller und verstärkt den Trend für A-Mitarbeiter  Ähnlich wie die „Tour de France“ in den Bergen entschieden wird, ist es auch in den Firmen. Es gibt zunehmend strapaziöse Pässe in den Alpen und Pyrenäen. Um die zu bewältigen braucht es A-Mitarbeiter, wenn irgend möglich sogar AA. Denn für Firmen gibt es schließlich keine Rettungsschirme.


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12. Juli 2012 - Verfasst von Jörg Knoblauch

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